Einschreibung

Geschichte

 

Das Thema lebte immer wieder in drei Reuländer Kneipen auf: Früher hat es in Reuland einen Markt gegeben. Wie wäre es, wenn man versuchen würde denselben wieder ins Leben zu rufen? Den entscheidenden Schub gab Egon Schlanser, der stets positiv dachte und  auch das Risiko nicht scheute. Die Eheleute Schlanser-Hanf hatten zu Beginn der siebziger Jahre ein Café Restaurant in Reuland eröffnet und dort sollte der mittlerweile verstorbene Egon Schlanser den letzten Anstoß geben: Es kann nicht viel schief gehen. Wir riskieren es!

 

Sechs Wagemutige setzten sich dann im Jahr 1983 zusammen und gründeten das Förderungskomitee, das alsbald im Volksmund Marktkomitee genannt wurde. Es mussten Händler und Aussteller angeworben werden, eine Aufgabe wie geschaffen für Louis Richter und Emil Collienne; die Animation musste gebucht werden, wofür sich vor allem Joseph Maraite und Clemens Kaut und Egon Schlanser einsetzten und der Ablauf des Marktes musste auch den Auflagen einer öffentlichen Veranstaltung angepasst sein. Da kam uns die Gemeinde unter der Leitung des verstorbenen Bürgermeisters Peter Stellmann stets wohlwollend entgegen. Eine große Hilfe beim Start und auch in den folgenden Jahren war das Mitglied des Marktkomitees Joseph Maraite, damals Ministerpräsident der DG, der den Zigarettenhersteller MARLBORO als Sponsor engagieren konnte. Dieser übernahm die doch ziemlich hohen Kosten für das Feuerwerk. Als sehr fruchtbar erwies sich auch die Zusammenarbeit mit dem BRF, der uns mit vielen Musikkapellen in Verbindung brachte. Trotz allem war ein finanzielles Restrisiko vorhanden, denn die 6 hafteten für ein Defizit, das jedes Jahr neu auftreten konnte. Da dem 1. Jahrmarkt ein überwältigender Erfolg beschert war, war man jedoch immer zu weiteren Taten bereit.

 

Die Familie Richter stellte den Saal kostenlos zur Verfügung und beide Cafés ( Genten-Kloss und Schlanser ) trugen ihr Scherflein zur Verringerung der Unkosten bei. Eine erste Aufbesserung des Kassenbestandes erlebte das Marktkomitee durch die Organisation des Kunsthandwerkermarktes in den Mauern der Burg. Man zählte zahlreiche Besucher, die mit 1,25 € Eintritt den Grundstock für eine positive Bilanz bildeten. Nur dieses Mal ist beim Jahrmarkt Eintritt erhoben worden.

 

Das Konzept wurde von den Besuchern jedoch negativ aufgenommen. Man wünschte das Marktgeschehen in den engen Gassen zu Füssen der Burg wiederzufinden, umrahmt von den Auftritten der Musikkapellen, die der Volksmusik frönten. Einen ganz entscheidenden Einfluss hatte jedoch die Idee des Kassierers Helmuth Wiesen. Er schlug den Aufbau eines Festzeltes auf dem Platz vor der Feuerwehrhalle vor, ein Konzept, das bis heute Gültigkeit hat.

 

Im Laufe der Jahre übernahm das Marktkomitee auch die Organisation der Ausfahrt der Betagten und auf Initiative von Willi Wittrock wurde der Martinszug in das Programm des Marktkomitees aufgenommen.

 

In einem Jahr sieht der Jahrmarkt seiner 30. Auflage entgegen. Die Erfolgsstory beruht auf der Tatsache, dass keines der Mitglieder des Marktkomitees finanzielle Interessen auf dem Jahrmarkt vertritt. Das ist die gesunde Basis der Veranstaltung und garantiert dessen Weiterbestehen zur Freude der Bevölkerung.